Kilimanjaro: Auf das Dach Afrikas

Der Gipfel des Kilimanjaromassivs von der Machame Hut aus gesehen.

Die Reise geht weiter

Heute ging es Richtung Kilimanjaro. Weil wir unsere Sachen schon am Vortag gepackt hatten, konnten wir etwas länger schlafen. Nachdem ich den Berg die letzten Tage schon aus der Ferne bewundert habe, konnte ich es kaum erwarten, ihn aus der Nähe zu sehen. In der Nacht hatte es zwar kurz geregnet, nichtsdestotrotz konnten wir uns über strahlenden Sonnenschein freuen.  Die Abfahrt war für 8:00 Uhr geplant. Leider hatte der Bus ein technisches Gebrechen, weswegen sich die Abfahrt um fast eine Stunde verzögerte. Nachdem unser Fahrer den Bus repariert hatte, konnten wir nach Machame aufbrechen. Machame liegt südwestlich des Kilimanjaro-Massivs. Dort beginnt die vermeintlich landschaftlich schönste Route auf den Kilimanjaro – die Machame Route.

Der Berg ruft

Nach knappen zwei Stunden erreichten wir die Ortschaft inmitten des Mount Kilimanjaro National Park. Das Machame Gate liegt auf etwa 1.830 Meter. Als wir dort ankamen, waren schon viele Touristengruppen vor Ort. Durch die verzögerte Abfahrt kamen wir direkt in die Rush Hour. In das Getümmel der Touristen mischten sich auch jede Menge Einheimische, die Souvenirs und Ausrüstung verkaufen wollten. Durch die vielen Gruppen  verzögerte sich nun auch unser Abmarsch. Während der lokale Guide und sein Stellvertreter sich um die Formalitäten und die Einteilung der Träger kümmerten, nützte ich die Zeit ein paar Fotos zu schießen.

Ist der Berg auch noch so steil, a bisserl was geht allerweil

Dann traten wir endlich durch das Gate. Auf großen Schildern waren gut gemeinte Ratschläge der lokalen Behörden zu lesen. Sie betrafen unter anderem das Verhalten am Berg, Umweltschutz und Sicherheit.

Die erste Tafel der Vorschriften und Ratschläge am Machame Gate.

Die zweite Tafel der Vorschriften und Ratschläge am Machame Gate.

Die erste Etappe führte uns vom Machame Gate bis zur, auf 3.100 Meter liegenden, Machame Hut. Die Strecke führte uns zuerst über eine breite Forststraße durch dichten Urwald. Das Wetter blieb, wie schon die letzte Tage, wunderbar sonnig. Weil der Sonnenbrand endlich abgeheilt war, konnte ich die Sonne und Wärme wieder genießen. Nach einiger Zeit wurde der Weg enger und führte uns steil den Berg hinauf. Immer wieder überholten uns Träger im Laufschritt. Mein Respekt für diese Fitness. Geführt wurden wir von einem lokalen Guide und seinem Stellvertreter, der auch einen Teil der Lebensmittel trug.

Der erste Teil des Wegs auf den Kilimanjaro.

Nach ungefähr sechs Stunden erreichten wir die Machame Hut. Die „Hut“ ist keine Hütte wie am Mount Meru. Vielmehr wird am Kilimanjaro so ein Zeltlager bezeichnet. Jedenfalls auf einigen Routen. Die Machame Hut liegt inmitten von Buschwerk, wodurch auch die einzelnen Lagerplätze etwas voneinander abgegrenzt sind. Unzählige Zelte verteilen sich über das Lager. Jede Gruppe hatte mehrere Zelte für die Touristen, ein Küchenzelt und ein Essenszelt. Die Träger machten es sich in der Nacht in den letztgenannten gemütlich.

Das erste Lager wurde an der Machame Hut aufgeschlagen.

Die ein oder andere Gruppe bestieg den Kilimanjaro sehr komfortabel. So nächtigten ein paar britische Touristen standesgemäß in Zelten, welche wahrscheinlich schon während der Kolonialzeit im Einsatz waren. Ihr Camp bestand aus mehreren hohen Stoffzelten mit einer Art  Rüschen, von denen zwei als Umkleide und eines zum Teetrinken genutzt wurden. Ich hingegen war mit unserer vorhanden Ausstattung, die zwar minimalistisch aber ausreichend war, höchst zufrieden.

Von der Machame Hut hatte ich ständig einen herrlichen Blick auf den Gipfel des Kibo, dem Berg, den wir eigentlich bestiegen. Der Kibo ist der höchste Berg des Kilimanjaro-Massivs.

Der Gipfel des Kilimanjaromassivs von der Machame Hut aus gesehen.

Nach der Ankunft an unseren Zelten gab es erst einmal Tee und einen kleinen Snack. Danach teilten wir die Zelte auf. Mein Onkel und ich benutzten ein Zelt. Nachdem ich ausgepackt und mich etwas in der Gegend umgesehen habe, gab es auch schon Abendessen. Dieses erfolgte bei Kerzenschein im Essenszelt. Nach dem reichlichen Essen war es schon dunkel und ich beschloss, schlafen zu gehen. Der Tag war doch anstrengender als gedacht.

1 Kommentare

  1. Pingback: Kilimanjaro – der erste Tag | Stories & Places

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.