Kategorie: Reisen

Ein Besuch bei Ludwig (Innsbruck)

Ludwig Burger

In Tirol kann man nicht nur Kaasspatzln, Greaschtl und Kaaspressknedl essen. Im „Ludwig“ gibt es auch sensationelle Burger mit noch sensationelleren Pommes.

Das „Ludwig“ kommt schick im Industry-Look daher, der auch bis ins letzte Detail durchgezogen ist. Die grünen Lederbänke sich gemütlich, die vielen Lampen tauchen das Lokal in ein angenehmes Ambiente.  Auf den Tischen sind Emaile-Teller mit Tabasco, Senf und Ketchup.

Aber nicht nur was das Design anbelangt stellt das „Ludwig“ hohe Ansprüche, auch was das Essen anbelangt wird so einiges versprochen:

  • Frisch zubereitet
  • Mit Liebe serviert
  • Feinstes Bio-Rindfleisch
  • Frische Brioche-Buns

Kurz: Richtig gute Burger!

Das Burger Restaurant "Ludwig" in InnsbruckkDas Burger Restaurant "Ludwig" in Innsbruckk

Es ist 18 Uhr und das Lokal beginnt sich zu füllen. Trotzdem sind die Mitarbeiter nett, ruhig und haben auch Zeit für kleine Scherze. Und bei den Versprechen, kann man sich auch nur für einen Burger entscheiden. Die Wahl fällt auf einen „Ludwig“-Burger mit Bio-Rindfleisch-Patty, Ludwigs Pulled Pork, Coleslaw, Salat und Tomate. Und als Beilage natürlich Pommes.

Ludwig Burger

Das Essen wird schnell serviert und ist schlicht sensationell! Was erwartet man auch bei Fleisch mit Fleisch und etwas Brot und Gemüse? 😉 Im ernst: Die Qualität ist sehr hochwertig (Versprechen eins erfüllt!). Das Pulled Pork ist zart uns zergeht auf der Zunge. Das Patty ist wenig gewürzt, nicht ganz durch und dadurch noch schön saftig. Das Burger-Brötchen ist knusprig getoastet und nicht in irgendwelchen Saucen (oder noch schlimmer: dem Saft der Tomate oder durch das Abtropfwassers des Salates) getränkt. Der Coleslaw ist knackig und frisch zubereitet.

Und nun zu den Pommes. Die zerplatzen förmlich im Mund! Der erste Biss ist knusprig und kross, dann spürt man schon die weiche Mitte (nennt man das so? Na ihr wisst, was ich meine ;)). Zugegeben, sie vertragen noch etwas mehr Salz, aber das ist Geschmacksache.

burger2

Die Portion (also Burger+Pommes) was riesig! Also am besten mit einem großem, leeren Magen dort auftauchen, dann kannst du auch der Nachspeise eine Chance geben. 😉 Die habe ich bei diesem Besuch leider nicht mehr probieren können.

Fazit: Es hod gschmeckt, und wia! (Es war sehr lecker!)

Ketut’s Place in Ubud

Ketuts Place Bali

Ketut’s Place haben wir (wie alle unsere Hotels auf Bali) über booking.com gefunden. Max war von Anfang an von der Anlage begeistert und wollte dort unbedingt einige Nächte verbringen. Nach einem kurzen Check auf Google Maps haben wir uns dann für das Hotel entschieden: Es ist relativ zentral und die Anlage ist wirklich schön. Gebucht haben wir dann für vier Nächte zu einem Preis von 1.800.000 Rupien – das sind ca. 30 € pro Nacht für zwei Personen inklusive Frühstück. Ein wirklich fairer Preis.
Ketuts Place Bali

Die Lage

Wie schon angedeutet liegt Ketut’s Place zentral: nach einem kurzen Spaziergang von nicht einmal 10 Minuten ist man direkt im Zentrum von Ubud. Die Jalan Suweta geht man in Richtung Norden und kommt dann direkt beim Ubud Palace raus. Rechts und links, entland der Hauptstraße, gibt es leckere Restaurants und Shops in denen es von Souveniers über Kleidung und Schuhe so ziemlich alles gibt. Auf der Jalan Suweta findest du auch einige Supermärkte in denen du günstig Trinkwasser bekommst. Wir sind jeden Abend vom Zentrum in unser Hotel spaziert und haben dort einen Stopp eingelegt.

Die Hotelanlage

Der Inhaber selbst geht regelmäßig durch die Anlage und hebt wirklich jedes welke Blatt auf. Das Pool ist auch sauber, genauso der Empfang.

Die Zimmer sind nicht extrem geräumig (wir konnten zum Beispiel nicht unsere beiden Koffer offen im Raum liegen lassen), aber das war nicht schlimm. Wir waren nur nachts im Zimmer und haben morgens immer auf unserer Terrasse gefrühstückt. Das Bad war klein aber ausreichend und wurde täglich gereinigt.

Zum Frühstück konnte man zwischen verschiedenen Speisen wählen: Toast mit Butter und Marmelade, Omlette, Pancakes und Rührei. Dazu konnte man sich einen Kaffee oder Tee bestellen und einen frisch gemixten Fruchtsaft – von Apfel über Banane bis zu Zitrone war die Auswahl recht groß. Enttäuscht hat uns nur, dass es für indonesisches Frühstück (Nasi Goreng und Mie Goreng) einen Aufpreis zu zahlen gab, der auch weit über den Preis in einem Warung lag. Gefrühstückt wurde jeden Tag auf der Terrasse: Dazu gab man am Vortag seine Frühstücksbestellung ab. Am nächsten Morgen wird das Frühstück pünktlich auf Terrasse des eigenen Bungalows (oder Balkon) serviert.

Fazit

Im großen und ganzen können wir Ketut’s Place wirklich empfehlen. Ein Hotel mitten in der Stadt, dass aber durch seine durchdachte Architektur sehr viel Ruhe und Abgeschiedenheit bietet. Toll um dem Trubel eine Straßen weiter zu entfliehen. Die Anlage ist weitläufig und bietet auch viel Privatsphäre. In Punkten geben wir Ketut’s Place 4 von 5.

Kopi Luwak – Der teuerste Kaffee der Welt

Kopi Luwak

Kaum ins Taxi gestiegen, fragt uns der Fahrer auch schon ob wir schon eine Kaffeplantage besucht haben. Er meint dabei nicht irgendeine, sondern die „Coffee Luwak“-Plantagen, die es auf der ganzen Insel gibt.

Unwissen haben wir beim ersten direkt zu gesagt und er hat uns über eine trockene Schotterstraße zur nächsten Plantage gefahren. Dort angekommen wird uns direkt ein Guide zur Verfügung gestellt. Wir schnuppern an Vanille- und Zimftpflanzen während wir der engen Labyrinthspur folgen. In der Mitte angekommen bittet uns der Guide platz zu nehmen und drückt uns eine Getränkekarte in die Hand. Minuten später kommt eine Kellnerin mit einem Tablett voller kleiner Tassen aus denen der heiße Tee und Kaffe dampft.

Coffee Luwak

13 verschiedene Tee- und Kaffeesorten bekommen wir serviert: gelber Ingwertee, roter Ingwertee, Kokoskaffee… es gibt hier nichts was es nicht gibt.

Nur ein Getränk gibt es nicht gratis: Kopi Luwak, also der berühmte Luwak Kaffee.

Der Poop Coffee

Etwas mehr als 3€ kostet uns eine Tasse des teuersten Kaffees der Welt, der Kilopreis liegt bei rund 40€. Unser Guide zeigt auf die Käfige, die nicht weit von uns entfernt stehen und die wir jetzt erst bemerken. Er grinst und sagt „First the eat, then they poop.“ und grinst uns dabei an. In diesem Moment schnürt es mir die Luft im Hals zusammen. Viel zu kleine Käfige beherbergen die Fleckenmusangs. Zum Fressen haben sie nur die Kaffeekirschen im Käfig. Nutztiere. Vom Menschen ausgebeutet. Der Kaffee schmeckt jetzt nicht mehr. Wir trinken ihn trotzdem – nicht weil wir ihn gezahlt haben, sondern weil ansonsten noch sinnloser Tiere für eine Handvoll Bohnen gequält wurden.

Neben den Käfigen werden die ausgeschiedenen Bohnen getrocknet, vom Kot befreit und schließlich geröstet und gemahlen.

Coffee Luwak

Der Ausflug endet im Shop, in den man all die zuvor getesteten Tee-, Kakao- und Kaffeesorten kaufen kann. Wir verlassen ihn mit leeren Händen. Kopi Luwak, der vermutlich einzige Kaffee, dem ich keine zweite Chance geben werde.

Frühstück auf dem Mount Batur

mount batur bali

Der Wecker reißt uns aus dem Schlaf. Es ist 1.30 Uhr. In diesem Moment bereuen wir zum ersten Mal, dass wir uns für eine Tour auf den Mount Batur entschieden haben. Es ist einfach zu früh. Viel zu früh. Aber es hilft nichts, wir müssen uns fertig machen um unseren Transfer zum Vulkan um 2 Uhr zu bekommen.

Der Busfahrer ist fast pünktlich. Die 15 Minuten, die er zu spät gekommen ist, würden auch bei uns noch als akademische Viertelstunde durchgehen. Im Wagen sitzen schon zwei andere Bergsteigerinnen. Sie sind aus Schweden und ihrem Gesichtsausdruck nach noch müder als wir.

Wir fahren die kurvigen Straßen entlang. Bergauf und bergab. Bis wir in einem weiteren Hostel ankommen und die letzten zwei Bergsteiger aufsammeln. Das Auto ist voll, wir sind komplett und fahren zum Fuße des Mount Batur.

Es ist fast drei Uhr, als wir im Basecamp ankommen. Dort bekommen wir Bananenpancakes mit Schokolade und Kaffee. Nach gut zwei Wochen auf der Insel hat man sich an den Kopi-Kaffee gewohnt und schluckt nicht mehr so viel Kaffeesatz. Das freut die Geschmacksnerven. Das Frühstück hat unsere Reisegruppe von den Toten erweckt. Wir erfahren, dass wir mit zwei Schwedinnen und einem (wie sich später herausstellt Selfie-verrückten) Pärchen aus Australien den Mount Batur besteigen werden. Die ersten Witze über das, was uns erwartet, werden gemacht und wir schnappen uns eine Wasserflasche bevor wir zurück zum Auto gehen.

Die letzte Fahrt vor dem Aufstieg dauert knapp 15 Minuten. Der Parkplatz ist voll von anderen Touristen, Reiseführern und Taxifahrern. Wayane, unser Guide, stellt sich vor und drückt jedem eine Taschenlampe in die Hand. Wir testen die Lampe fragen Wayane wie lange wir bis Krater brauchen werden. „Gut zwei Stunden. Ein paar Stellen sind etwas ’slippy‘, wir müssen vorsichtig sein. Würde ich alleine gehen, schaffe ich den Aufstieg in 45 Minuten“. Er weiß zu motivieren, der gute Mann.

70 oder 80 Lichtkegel wandern vor uns auf den Vulkan. Die ersten hundert Meter bestehen aus einer normalen Wiese die dann in einen Kiesweg übergeht. Nach ein paar weiteren Hundert Metern gehen wir auf feinem Vulkansand. Es ist ruhig, man sieht tausende Sterne am Firmament. Die anfängliche Kälte ist weg und wir binden uns unsere Jacken um die Hüfte. Nach einem leichten Anstieg beginnt der Vulkan steiler und auch steiniger zu werden. Wir verstehen jetzt auch, was er unter ’slippy‘ versteht und konzentrieren uns ganz auf unsere Schritte. Es hat etwas sehr meditatives: die klare Luft, die Sternklare Nacht und die vielen Leuchtkegel, die uns den Weg auf den Berg weisen.

Mount Batur Bali

Frühstück im Vulkan gekocht

Drei Pausen, unzählige Aussrutscher und zwei Stunden später haben wir unser Ziel erreicht. Wir setzen uns auf eine Bank und machen uns für ein ganz besonderes Spektakel bereit: den Sonnenaufgang. Während wir auf die ersten Sonnenstrahlen warten, bereitet uns Wayane das Frühstück im Vulkan zu: Bananentoast und ein Ei, dass im Vulkandampf gegart wird.

mount batur bali

Während wir den Bananentoast und das hart gekochte Ei genießen, gesellen sich streunende Hunde und Affen zu uns in der Hoffnung, dass sie etwas von unserem Frühstück abbekommen. Mit Erfolg. Wegen eines dicken Nebelvorhanges war das Füttern der streunenden Tiere spannender, als den nicht sichtbaren Sonnenaufgang zu beobachten. Das Glück war aber auf unserer Seite und zum Schluss hat sich der Nebelvorhang doch etwas gelichtet und wir konnten den Sonnenaufgang bewundern. Egal wir anstrengend ein Aufstieg auf einen Berg oder Vulkan auch immer  ist: Ein Sonnenaufgang, und seien es nur ein paar Minuten, entschädigt für alles. Alle Bergsteigerinnen und Bergsteiger stehen mit ihren Kameras und Smartphone am Rande des Kraters und halten die in lila, rot und orange getauchte Landschaft fest.

Mount Batur Bali

Gestärkt und von Glückshormenen beflügelt erkunden wir den Krater, sehen uns die „Feuerstelle“ an, in der unser Frühstück zubereitet wurde, und machen Videos von den frechen Affen, die anderen das Essen, Sonnenbrillen und Cappies klauen. Wayane sammelt in der Zwischenzeit Müll ein. Das ist eine Maßnahme, mit der Bali dem Abfallproblem entgegnen möchte: Jeder Guide bekommt einen Müllsack mit auf den Mount Batur und muss diesen voll wieder mit nach unten nehmen.

Mount Batur Bali

Nachdem wir jeden Centimeter im und um den Krater fotografiert haben, beginnen wir mit dem Abstieg. Wir wählen eine andere Route die zwar nicht mehr so steinig, durch den feinen Vulkansand aber sehr rutschig ist. Von trockenen Felsen ändert sich die Vegetation in saftig grüne Gräser, Nadel- und später auch Laubbäume, je weiter wir nach unten kommen.

Gegen 10 Uhr stiegen wir wieder in unser Taxi und fuhren zurück nach Ubud.